
Im Frühling habe ich im Urlaub zufällig das Buch "Plastikfreie Zone" entdeckt und direkt gekauft. Ich hatte es ratzfatz durch und war ziemlich betroffen davon was Plastik alles anrichtet. Ich mein, klar, man weiß das irgendwie, aber man liest es nie mit so einer Deutlichkeit. Nach dem Urlaub hätte ich gern etwas geändert, aber der Liebste wollte nicht so recht. Also habe ich ihm das Buch hingelegt und er hat es inzwischen immer noch nicht gelesen *seufzt* Vor drei Wochen haben wir und dann Amazon Prime angeschafft und ich fand bei den Filmen "Plastic Planet", den ich nach dem Buch auch unbedingt mal sehen wollte. Ich habe ihn angemacht und dachte, ich schau den mal so nebenbei. Ging nicht. Ich saß ungelogen fast 45 Minuten mit aufgeklapptem Mund da und er nach der dreiviertel Stunde ist es mir aufgefallen und ich habe den Mund wieder zugeklappt. Nach dem Film stand fest: Hier wird was geändert. Der Film macht so krass deutlich wie gesundheitsgefährdend Plastik ist. Heftig. Ich bin kein Freund von Radikal-Kuren bei so etwas. Also gehen wir es hier Schritt für Schritt an. Zuerst mal das was einfach machbar ist:
- Wir sind bei Getränken von Bioplastik auf Glas umgestiegen. Es gibt eine Marke, deren Quelle in der Nachbarstadt ist. Das ist super, da so die Transportenergie nicht so hoch ist. Natürlich kostet es deutlich mehr.
- Meinen Joghurt mit Früchten fürs Frühstück nehme ich jetzt immer im Einmachglas mit, statt in einer Tupperdose. Außerdem habe ich einige Tupperdosen bei der Vorratshaltung durch Einmachgläser ersetzt. Aber noch längst nicht alle. Der Joghurt kommt aus dem Mehrwegglas.
- Ich liebäugel ja schon länger mit Stoff-Slipeinlagen und - Binden. Nach dem ich mich jetzt ein wenig umgeschaut habe, werde ich mir welche bei Kulmine bestellen. Erstmal zum Testen, ob die auch bequem sind.
- Den Einkauf erledigen wir möglichst auf dem Markt, wobei das leider auch nicht immer hinhaut, da wir Samstags auch mal was vor haben. Auf dem Markt haben wir das Glück, dass dort ein Stand von einem Bauerhof bei uns ganz in unserer Nähe ist. Ist ein Bioland-Betrieb und man kann sich alles so einpacken lassen. Eierkartons werden wieder verwendet. Und es gibt Papiertüten, falls irgendwas eingepackt werden muss. Das finde ich immer super. Außerdem ist dort auch ein Bio-Bäcker aus der Region. Der verwendet leider zum Teil Plastiktüten, aber das kann man beim Einkauf umgehen.
Ansonsten fällt mir auf, dass ich im Alltag immer häufiger auf Plastik verzichte. Auf so Kleinigkeiten. Wie z.B. keinen Strohhalm zu benutzen oder im Geschäft nach einer Alternative ohne oder zumindest mit weniger Plastik zu suchen. Der Liebste ist inzwischen auch mit am Bord und schaut bei seinen Einkäufen auch drauf <3 Toll ist da auch die "Plastikfrei leben Tipps & Tricks" Gruppe auf Facebook. Man bekommt immer ganz tolle Tipps und Anregungen. Außerdem möchte ich euch die Seite Smarticular empfehlen. Da gibt es echt alle möglichen Ideen :) Eine ist mir direkt ins Auge gesprungen. Wachstücher herstellen - das will ich gerne ausprobieren. Die Dinger sind ja unheimlich praktisch zum Frischhalten. Und natürlich nicht zu vergessen: Der Blog von Sandra Krautwaschl - Kein Heim für Plastik.
Habt ihr den Film gesehen oder das Buch gelesen? Wie geht ihr die Plastikvermeidung bei euch zu Hause an?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen